Über mich

Ich bin

Autorin | Hamburgerin | Dürrenmatt-Liebhaberin | Seitwärtsrollerin | Selbstbeibringerin | WäldchenVerlag-Gründerin | Backtante.

Meine Geschichte:

Als ich Ende Mai irgendwo in den 80er-Jahren das Licht der Welt im schönen Hamburg erblickte, konnte noch keiner ahnen, dass ich irgendwann selbständig auf meinen Füßen stehen würde. Meine Mutter erzählt rückblickend, dass ich im Grunde ziemlich lauffaul war: „Du hast dich immer nur durchs Zimmer seitwärts gerollt. Bis du zum Beispiel am Tischbein hängen geblieben bist, dann hast du angefangen zu brüllen. Bis jemand kam und dich anders hingelegt hat, sodass du weiterrollen konntest.“

Und so auch jetzt: immer weiterrollen! Oder eben weiterschreiben. In der Schule Lieblingsfach Deutsch, immer am Geschichten schreiben. Realschulabschluss. Im Abitur Leistungskurs Deutsch und Bildende Kunst. Beste Noten mit eigenen Geschichten. Kleine Pause vom Lernen, stattdessen lieber zahlreiche Praktika in Redaktionen, z. T. einfach weitergereicht, weil … och, die passt halt ganz gut! Dann kurz umgeschwenkt: Lieber doch kein Politikstudium, sondern Germanistik mit Nebenfach Kunstgeschichte. Bachelorarbeit über Friedrich Dürrenmatt, the one only. Erster Artikel in einem wissenschaftlichen Magazin. Masterstudium, keine Frage. Mit Schwerpunkt Neuere deutsche Literatur. Nebenbei: Tutorin, Studentische Aushilfe, Praktika im Redaktionsbereich, diesmal durfte es große weite WELT sein. Masterarbeit über Bertolt Brecht: „Der große Verbrecher und die Liebe – Formen des Egoismus und seiner Aufgabe“. Am Ende: 1,4.

Dann eine etwas schwere Zeit, das buchstäbliche Am-Tischbein-hängen-bleiben. Ich fing an, mich selbst auszubilden, machte eine Sprecherausbildung, schloss mit Auszeichnung ab, machte zahlreiche Jobs. Das mit dem Geldverdienen? Keine leichte Sache, aber dank toller Freunde möglich. Bei der health@work zum Beispiel, und schließlich durch ein bisschen Kaltakquise (auch das muss ein), beim Lesekeks. Zwischendurch auch mal ganz andere, soziale Tätigkeiten wie in der Tagespflegestelle meiner Mutter, worin ich mich ebenfalls habe ausbilden lassen. Damit ich weiterrollen konnte.

Aber ich wusste: Es muss Schreiben sein! Weil ich das kann! Also blieb nur eines: weiter versuchen. In dieser Zeit machte ich etwas, wofür mich manch einer verrückt halten würde und gründete einen Verlag. Den WäldchenVerlag, mit dem ich das erste Backbuch mit Geschichte (für Erwachsene) veröffentlichte. Dennoch ging es weiter mit der Akquise. Kalt. Arschkalt. Schreiben für wenig Geld, online. Ehrenamtlich für ein soziales Projekt. Aber immerhin schreiben! Dann der Kontakt zu einer anderen selbstständig Schreibenden, die ein bisschen was abzugeben hatte. Und mir schließlich eine Mail weiterleitete: Wir brauchen hier schnellstmöglich eine Freie, jemanden, der gut schreibt und ein bisschen pfiffig ist, so 20-25 Stunden die Woche. Ich bekam den Job.

Jetzt bin ich seit fast sechs Jahren im Geschäft. Habe für ein Reisemagazin geschrieben, Sport- und Gesundheitsmagazine, unfassbar viel Lokalpresse, Job- und Karrieregeschichten, Bildungsprojekte und meine ganz eigenen, bin Mitglied im writers room Hamburg e. V. sowie beim Deutschen Journalisten Verband.

Wollen Sie mit mir arbeiten? Bestimmt. Ich bin gut!

Und ich glaube nicht daran, dass der Markt so überschwemmt ist, dass man mit Schreiben kein Geld verdienen kann. Ich glaube ganz einfach an diesen Satz:

„Mach es wie die Briefmarke – klebe so lange an einer Sache, bis du am Ziel angekommen bist.“

(Josh Billings)

Immer weiterrollen!