Gegenanschreiben | Teil 1: Trump pro IS, und nun?*

Das Einreiseverbot

– es ist genau das, was Anhänger des IS oder ähnlich ausgerichtete Terrorzellen erreichen wollen. Deren Ziel es ist, uns untereinander gegeneinander aufzubringen. Unsere – wie sie gerne genannt wird, und ich mag diesen Begriff – „offene Welt“ zu einer verschlossenen, nur auf sich und die eigenen Ängste gerichteten zu machen. Das ist Ziel dieser terroristischen Organisationen und kann nur dann funktionieren, wenn wir unseren Werten nicht mehr vertrauen und uns von den Ängsten dazu verleiten lassen, jemanden wie Trump zu wählen.

Wir wussten es ja vorher:

Dass er sich die Ängste zu eigen macht für seinen Wahlkampf. Wir haben seine Lösungsansätze hierzu gehört. Wir haben gedacht: „Das kann er nicht/wird er am Ende nicht machen.“ Habe ich auch gedacht. Aber: Er wird, er kann, er hat. Und nun?

Wie bequem ich bin. Wie bequem wir sind

Im Regal zwischen zehn verschiedenen Obstsorten wählen, egal ob es draußen schneit oder regnet (in Hamburg ein großer Unterschied). Politik? Ja, wählen, informieren kurz vorher durch die gängigen Medien. Schon mal ein Wahlprogramm gelesen? Weiß ich gar nicht. Also eher nicht. Immerhin habe ich ein paar Jahre als Wahlleitung fungiert. Weil ich ein schlechtes Gewissen hatte, mich bis dahin so gar nicht politisch oder sozial engagiert zu haben. Ein Studentenaufstand, eine Revolution gar – ganz undenkbar! Geschweige denn, so etwas anzuzetteln, zu organisieren. Aber wegschauen oder denken, dass Ganze regelt sich schon von selbst, geht auch nicht mehr. Wir haben es ja mitbekommen: Er wurde gewählt, er hat angefangen, das durchzusetzen, was er angekündigt hat und ihm keiner von uns glaubte. Er ist (wieder) da. Und nun? Was tun?

Ich mache das, was ich am besten kann: Schreiben. Gegenanschreiben. Meine Meinung, meine Ängste äußern. Nicht mehr dasitzen und durch die Stille dulden, dass Parteien wie NPD, AfD und Typen wie Trump sich weiter formieren und durchsetzen.

*Warum ich dies schreibe, erklärt sich in den Texten selbst. Es ist meine eigene Meinung und ich werde nicht für das Aufschreiben dieser bezahlt oder in etwaiger Weise beeinflusst. Nach Rücksprache stehen diese Texte für einen Abdruck jedoch gerne zur Verfügung. Kontakt über Kontakt, s. u.